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1 x Uluru und zurück

bunterwegs
12. Sept.
3 Min. Lesezeit
Mal eben vom Top End ins Zentrum und zurück
Mal eben vom Top End ins Zentrum und zurück

Zugegeben: auf der Karte sieht das ein wenig beknackt aus, der Schlenker ins Landesinnere zum Uluru. Ja, wir hätten nach dem Besuch des Uluru auch direkt nach Süden durchfahren können. Oder aber wir hätten vom Norden aus erst einmal die Ostküste entlang bis in den Süden fahren können, um dann von unten ins Zentrum zum Uluru hochzufahren.

Aber das hätte von den Jahrezeiten und vom Wetter her nicht gut gepasst.

Außerdem haben wir uns inzwischen an die australischen Dimensionen gewöhnt.

Was macht es schon, mal eben 2.000 km hin und her zu fahren? Macht in Australien keiner die Tür für auf...


Uli hatte vorgewarnt, dass der Trip zum Uluru langweilig werden würde. Eine Fahrt durch endlose trostlose Weiten, durch Wüste und vertrocknete Vegetation.

ABER: das waren die Eindrücke seiner früheren Reise im Sommer.

Jetzt sind wir im Frühling unterwegs, und nach einem regenreichen "Winter" präsentiert sich das rote Zentrum Australiens erfrischend grün und bunt in voller Blüte.


Wir sind natürlich nicht in einem Rutsch durchgefahren, sondern haben uns langsam treiben lassen und viele Eindrücke von unterwegs mitgenommen.


Die Route:

  • über den Stuart Highway von Mataranka nach Alice Springs

  • Tjoritja/West MacDonnell Nationalpark

  • Watarrka Nationalpark (Kings Canyon)

  • Uluru (Ayers Rock)

  • zurück nach Alice Springs


Stuart Highway bis Alice Springs


Übernachtung auf einer 24h Rest Area am Stuart Highway
Übernachtung auf einer 24h Rest Area am Stuart Highway

Nicht viel los auf der Strecke, hier der Old Stuart Highway
Nicht viel los auf der Strecke, hier der Old Stuart Highway
An den Devil Marbles: Granitsteine formen eine surreale Landschaft
An den Devil Marbles: Granitsteine formen eine surreale Landschaft
Devil Marbles
Devil Marbles

Ein bisschen Geschichtsstunde am Stuart Highway: die Telegrafenstation von Barrow Creek aus 1872
Ein bisschen Geschichtsstunde am Stuart Highway: die Telegrafenstation von Barrow Creek aus 1872

Der ersten Telegrafenwärter starben bei einem Angriff von Aboriginals und liegen auf dem kleinen Friedhof neben der Telegrafenstation
Der ersten Telegrafenwärter starben bei einem Angriff von Aboriginals und liegen auf dem kleinen Friedhof neben der Telegrafenstation

In Alice Springs füllen wir noch einmal die Vorräte auf
In Alice Springs füllen wir noch einmal die Vorräte auf

Tjoritja/West MacDonnel National Park

Der Nationalpark folgt den West MacDonnel Ranges, einem rd. 650 km langen Gebirgszug.

Die Landschaft ist ideal zum Wandern, bietet spektakuläre Schluchten, Täler, Höhenwanderwege und zahlreiche Badestellen.


Simpsons Gap - eine Engstelle im Gebirgszug mit einer Wasserstelle, die ganzjährig Wasser führt
Simpsons Gap - eine Engstelle im Gebirgszug mit einer Wasserstelle, die ganzjährig Wasser führt


Begegnung unterwegs - ein Dingo quert die Straße und folgt neugierig unserem Camper
Begegnung unterwegs - ein Dingo quert die Straße und folgt neugierig unserem Camper

Standley Chasm - nur mittags dringt Sonnenlicht durch einen Spalt in die Schlucht und taucht alles in rötlichen Schimmer
Standley Chasm - nur mittags dringt Sonnenlicht durch einen Spalt in die Schlucht und taucht alles in rötlichen Schimmer

Ellery Creek Big Hole - ebenfalls eine Wassserstelle, die ganzjährig Wasser führt
Ellery Creek Big Hole - ebenfalls eine Wassserstelle, die ganzjährig Wasser führt
Durch ein trockenes Flussbett wandern wir durch die Redbank Gorge
Durch ein trockenes Flussbett wandern wir durch die Redbank Gorge

Am Ende der Redbank Gorge - ab hier wird es wirklich absolut unwegsam
Am Ende der Redbank Gorge - ab hier wird es wirklich absolut unwegsam

Watarrka Naationalpark (Kings Canyon)

Der Kings Canyon ist einer der absoluten Höhepunkte in Zentralaustralien.

Die Felswände ragen etwa 100 m über dem Kings Creek empor und bilden ein Plateau aus Felskuppeln.

Unterhalb blickt man in geschützte Bachläufe und Wasserlöcher.

Der Aufstieg war für Birgitt herausfordernd (ach, diese Höhenangst auf Felspfaden...), aber machbar und absolut die Mühe wert.


Geschafft! Birgitt ist oben, die Wanderung kann losgehen.
Geschafft! Birgitt ist oben, die Wanderung kann losgehen.

Oben angelangt kann man großkotzig einen auf dicke Hose machen...
Oben angelangt kann man großkotzig einen auf dicke Hose machen...

Blick hinunter in den Canyon - eine grüne Oase
Blick hinunter in den Canyon - eine grüne Oase

 Der Wanderweg führt über das Plateau des Kings Canyon
Der Wanderweg führt über das Plateau des Kings Canyon

Uluru (Ayers Rock)

Am 4. Tag unserer Fahrt erreichen wir den Uluru (Ayers Rock).

Wir sind mitten in der Wüste und es ist nachts so kalt, dass wir die Heizung im Camper anschmeißen müssen.

Aber dafür haben wir sie ja. Unser Mitgefühl gilt den Reisenden, die mit Zelt oder Dachzelt unterwegs sind. Und das sind nicht gerade wenige.


Was sollen wir erzählen?

Man muss ihn einfach gesehen haben. Das meint zumindest Birgitt, Uli ist von dem roten Stein eher mäßig begeistert.

Mal ehrlich: wir können doch nicht ein ganzes Jahr lang Australien bereisen, und am Ende muss Birgitt zugeben, dass sie noch nie den Uluru gesehen hat.


Also, das isser:


Das Wetter war kühl und regnerisch, aber der rote Stein hat sich alle Mühe gegeben
Das Wetter war kühl und regnerisch, aber der rote Stein hat sich alle Mühe gegeben
Um den Sonnenuntergang beobachten zu können, nutzen wir den Logenplatz auf dem Dach des Campers. Und mit einem Aperölchen wirkt das Ganze direkt viel freundlicher.
Um den Sonnenuntergang beobachten zu können, nutzen wir den Logenplatz auf dem Dach des Campers. Und mit einem Aperölchen wirkt das Ganze direkt viel freundlicher.

Einmal drumrumwandern geht über eine Strecke von rund 12 km. Der Anblick der blühenden Wildblumen war ganz bezaubernd. So farbenfroh hatten wir die Wüste nicht erwartet.



Das war unser Abstecher zum Uluru. Danach ging es auf direktem Weg zurück nach Alice Springs.

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