Formalien in Australien
- bunterwegs
- 19. Juni
- 3 Min. Lesezeit

Tag 6 (Freitag) und noch gibt es gar nichts zu berichten, was in die Kategorie "Urlaubserlebnis" gehört. Da wir ein Jahr hier sein wollen, gilt es zunächst, einige Formalien zu erledigen. Das klappt bisher mehr oder weniger gut.
Die australische SIM-Karte
Als erstes sind wir montags in den Telstra-Laden gegangen, um unsere Handys mit australischen SIM-Karten zu versorgen. Man muss ja online sein, vor allem benötigen wir eine australische Telefonnummer. Telstra hat in Australien das beste Mobifunknetz, daher fiel unsere Wahl auf Telstra.
Bei Birgitt hat alles sofort geklappt. E-SIM aktiviert - läuft!
Bei Uli funktionierte es nicht. Der IT-Nerd, der uns beraten hat, war ratlos. Er hat alles probiert, aber weder mit der australischen noch mit Ulis deutscher SIM-Karte konnte sich Ulis Handy mit dem australischen Netz verbinden - offline...
Wahrscheinlich ist Ulis Handy zu alt oder hat einen technischen Fehler.
1:0 für Birgitt.
Kreditkarte gesperrt
Der Ausgleich folgte noch am selben Abend. Beim Versuch, das Abendessen zu bezahlen, wurde Birgitts Kreditkarte nicht akzeptiert.
Kurz darauf kam eine Email von Birgitts Bank (da sie mit der australischen SIM-Karte online ist, konnte sie die Email überhaupt nur empfangen): "Aufgrund einer auffälligen Transaktion wurde Ihre Kreditkarte gesperrt; bitte kontaktieren Sie Ihre Bank telefonisch."
Super. Aufgrund des Zeitunterschieds konnte Birgitt erst am nächsten Nachmittag anrufen. Das Sicherheitssystem der Bank hatte den Abschluss des australischen Mobilfunkvertrages als auffällig registriert und die Karte gesperrt.
Das ließ sich zum Glück telefonisch klären. Ärgerlich war es trotzdem. Und überflüssig. Denn die Bank bietet als Kundenservice an, dass man Auslandsaufenthalte vorab ankündigen soll, damit genau so etwas nicht passiert. Das hatte Birgitt auch von zuhause aus noch gemacht und ihre Bank entsprechend informiert. Tja - das war ja wohl nix.
Erste Eindrücke




Die Kfz-Zulassung
Das Abholen unseres Campers am Hafen war total unproblematisch.
Dank der optimalen Vorbereitung zuhause hat der Camper die strenge Hygienekontrolle durch die Behörde für Biosicherheit problemlos bestanden.
Sonntagabend waren wir angekommen - Dienstagmorgen konnten wir den Camper schon abholen.
Die deutsche Zulassung bleibt zwar aktiv, aber um das Fahrzeug in Australien nutzen zu dürfen, muss es beim Straßenverkehrsamt (Department of Transport - DOT) registriert werden.
Dazu bedarf es vorab einer technischen Inspektion, vergleichbar einer TÜV-Prüfung. Diese Inspektion dürfen nur entsprechend autorisierte Werkstätten machen.
Wir bekamen einen Termin für Mittwochmorgen. Das ganze dauerte etwa eine Stunde, und noch einmal so lange dauerte es, bis das Ergebnis der Prüfung auch online ans DOT übermittelt worden war. Kostenpunkt: rd. 140 €.
Mit dem "TÜV-Bericht" machten wir uns Mittwochmittag auf den Weg zur Zulassungsstelle - in der Erwartung, die nächsten Stunden dort verbringen zu müssen.
Aber wir sind ja hier nicht in Deutschland!
Am Infoschalter der Zulassungsstelle bekamen wir eine Wartenummer und 2 Minuten später wurden wir bereits aufgerufen.
Für die freundliche Mitarbeiterin der Zulassungsstelle war es eine Herausforderung, unser deutsches Fahrzeug zu registrieren. "Once in a bluemoon" - sagte sie. So etwas hätte sie noch nie gemacht. Einige Male musste sie zwar zum "Supervisor", um den nächsten Bearbeitungsschritt zu erfragen, aber es klappte alles reibungslos.
Für uns erstaunlich: anders als in Deutschland bekommt man einen Online-Account beim DOT. Dort sind alle Daten zum Fahrzeug und zur Zulassung hinterlegt, und sofern man einen australischen Führerschein hat auch alles rund um den Führerschein.
Die australische Mitarbeiterin der Zulassungsstelle dagegen staunte darüber, dass der Führerschein in Deutschland ein Leben lang gilt, ebenso dass die Fahrzeugzulassung nicht zeitlich beschränkt ist.
Kostenpunkt: rd. 310 € inkl. Versicherung
Kfz-Versicherung
In Australien ist für die Fahrzeugzulassung nur die Haftpflichtversicherung von Personenschäden verpflichtend. Diese wird automatisch bei der Zulassung von der Behörde veranlasst, nicht wie bei uns über eine Versicherungsagentur.
Die Versicherung von Haftpflicht-Sachschäden ist freiwillig, aber natürlich empfehlenswert. Diese Versicherung bekommt man bei Versicherungsagenturen.
Normalerweise.
Schwierig ist es, wenn man wie wir ein Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen versichern möchte. Wir waren beim Automobilclub, haben Versicherungsagenturen kontaktiert - aber bisher nur Absagen erhalten.
Erst gerade eben - Freitagabend - ist es Uli gelungen, online einen Vertrag abzuschließen. Hurra! Kostenpunkt rd. 235 €




Guten Morgen Ihr Lieben und
Dir lieber Ulli herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Genieße das Leben und ich freue mich auf Eure weiteren Tourberichte 🥳😃