Goodbye Deutschland - G´Day Australia
- bunterwegs
- 16. Juni
- 2 Min. Lesezeit

Wir sind am Sonntagabend gut angekommen. Und haben unseren Camper heute am Dienstag übernommen. So weit, so gut.
Aber der Reihe nach:
Die 1. Hürde galt es beim Einchecken für den Flug zu nehmen.
Am Freitag haben wir zuhause den Online-Check-In für den Flug nach Perth gemacht.
Bei Uli hat alles geklappt. Für Birgitt gab es keine digitale Bordkarte für den Flug ab Dubai nach Perth. Einen Grund dafür hat der Check-In von Emirates nicht angegeben. Google meinte, so etwas könne unterschiedliche Ursachen haben. Z.B. dass noch Dokumente fehlen wie beispielsweise ein gültiges Visum.
Bei Birgitt ging sofort die rote Lampe an. Dazu muss man wissen, dass bei unserer letzten Australienreise in 2023 Birgitts Visum aufgrund eines Zahlendrehers nicht ihrem Reisepass zugeordnet werden konnte. Trotz 4-Augen-Prinzip beim Beantragen des Visums war uns das nicht aufgefallen. So hatte die Einwanderungsbehörde zwar ein Visum für Birgitt Okun ausgestellt, aber nicht auf Basis von Birgitts Reisepassnummer. Blöd gelaufen. Das fiel erst beim Einchecken am Düsseldorfer Flughafen auf, woraufhin der freundliche Emirates-Mitarbeiter seinerzeit das Ausstellen der Bordkarte verweigerte.
Erst nach Hinzuziehen seines Vorgesetzten und Bitten, Betteln, Flehen ließen Emirates Birgitt an Bord gehen. Mit bangem Herzen stand Birgitt dann bei der Ankunft in Perth am Schalter für die Einreisekontrolle. Die australische Grenzpolizei löste das Problem erfreulicherweise sehr unbürokratisch (sonntags!!!) und entschuldigte sich sogar bei Birgitt, dass der Behörde dieser Fehler bei der Antragsbearbeitung des Visums unterlaufen war.
So war das in 2023. Und jetzt wieder?! Keine Bordkarte für Birgitt...
Aufatmen beim Check-In in Düsseldorf: die Bordkarte wurde ohne Nachfrage ausgestellt.
Die 2. Hürde galt es beim australischen Zoll zu nehmen. Wir haben nämlich Medikamente dabei. Wir hatten uns noch nie bei Reisen Gedanken über die Einfuhr von Medikamenten machen müssen. Warum auch? Außer ein paar Aspirin oder Ibus hatten wir ja nie irgendetwas dabei. Als Ü60er ist das anders. Die australischen Einfuhrbestimmungen sind da ganz eindeutig: verschreibungspflichtige Medikamente bis zu einer Aufenthaltsdauer von 3 Monaten darf man einführen, sofern man diese deklariert. Alles darüber hinaus muss man sich in Australien verschreiben lassen und vor Ort in der Apotheke holen.
Wir haben aber vor, ein Jahr lang zu bleiben und benötigen daher einen Medikamentenvorrat für 12 Monate. Und nun?
Fürs Einschmuggeln ist Birgitt zu schissig. Also wählten wir den Mittelweg: die mitgeführte Menge (= unseren Jahresbedarf) deklarieren und darauf hoffen, dass der Zoll das mit der Begrenzung auf einen 3-Monats-Bedarf nicht so eng sieht.
Aufatmen bei der Zollkontrolle in Perth: wir wurden zwar gefragt, was für eine Art Medikamente wir dabei haben, aber die Menge hat keinen interessiert.
G´Day Australia!
Vom Flughafen in Perth ging es erst einmal nach Fremantle ins Hotel.
Für den folgenden Tag, Montag, standen erst einmal die praktischen Dinge zur Erledigung an, d.h. australische SIM-Karte besorgen und den Frachtmanager für die Übernahme des Campers kontaktieren.
Das hat mehr oder weniger gut funktioniert.
Aber dazu später mehr.

Das klingt ja spannend; jetzt könnt ihr hoffentlich durchatmen.
Alles Liebe an euch beide, Gabi