Broome (Rubibi)

Nachdem wir die Hälfte der westaustralischen Winterferien am Eighty Mile Beach ausgesessen hatten, ging es wie geplant weiter nach Broome.
Geplant vor allem deshalb, weil der Camper ein Ersatzteil benötigt. Das Dachfenster ist defekt und muss abgedichtet bzw. erneuert werden. Das ist zwar schon zuhause in Deutschland so gewesen, aber leider zu spät bemerkt worden. Da stand der Termin zur Verschiffung schon kurz bevor.
Solange es nicht regnet, stellt das undichte Fenster zwar kein Problem dar, aber irgendwann muss es gemacht werden.
Zum anderen steht das Schild "Caution - Left Hand Drive" noch aus. Die Lieferung hatte uns in Kalbarri knapp verpasst. Den 2. Versuch haben wir am Eighty Mile Beach gestartet und das Schild noch einmal bestellt - in die Postfiliale nach Broome.
So führte uns der erste Weg nach Erreichen des Städtchens in die örtliche Postfiliale.
Und bescherte uns die erste Überraschung: unsere Bestellung war zwar korrekt an die Adresse "Short Street 8" zugestellt worden, unter der die Post ansässig ist, aber nicht nach Broome, sondern in die Short Street 8 in North Beach, einem beschaulichen Vorort von Perth, etwa 2.200 km entfernt...
Tja, da hatte Uli bei der Eingabe der Postleitzahl im Bestellformular leider zu schnell getippt und sich vertan..
Der Besuch in der WoMo-Reparaturwerkstatt war dagegen vielversprechend. Kein Problem, meinte der Meister, hat das Dachfenster ausgemessen und die Lieferung und Montage für die kommende Woche zugesagt. Na also!
So haben wir den Stellplatz auf dem Campingplatz für 11 Tage gebucht und haben erst einmal wieder auf den Urlaubsmodus umgeschaltet.
Nach gut eineinhalb Wochen erreichte uns die erlösende Nachricht der Autoreparaturwerkstatt, dass das Dachfenster eingetroffen sei und am nächsten Morgen eingebaut werden könne.
Am Ende war das ein Satz mit X. Es war ein falsches Dachfenster geliefert worden.
Am 24.07. haben wir Broome daher mit dem alten defekten Dachfenster verlassen.
Broome
Broome heißt Broome nach Frederick Broome, der zur Zeit der Stadtgründung in 1883 der Gouverneur der Kolonie Westaustralien war.
Broome ist so etwas wie eine Goldgräberstadt, aber mit Perlen statt Gold.
In der Hoch-Zeit deckte Broome 80% des weltweiten Perlmuttbedarfs.
Der Hype währte nicht lange. Die Weltwirtschaftskrise in den 1930ern und die Entwicklung von Perlenzuchtfarmen brachten das wirtschaftliche Ende.
Heute lebt Broome hauptsächlich vom Tourismus, aber auch immer noch von der Gewinnung und Verarbeitung von Perlen.

















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